egory navigation-->

Espressokocher aus Rumänien?

Laut neuesten Medienberichten wird die berühmteste Mokkakanne, der Espressokocher von Bialetti, nun in Osteuropa produziert und nicht mehr in Italien.

Wir kennen sie alle, die italienischen Design Ikonen, wie den Alfa Spider oder die Vespa Motorroller. In diese Kategorie darf man durchaus auch den  Bialetti Espressokocher  zählen, der der Form halber auch als Espressokanne oder Steigrohr Maschine bezeichnet wird. 1933 von Alfonso Bialetti auf den Markt gebracht und von seinem Sohn Renato entworfen, ist dieser Art Deco Espressokocher mit seinen Acht Ecken bis in die heutige Zeit der Inbegriff für italienisches Lebensgefühl mit Espresso und Latte Macchiato und wird somit seit über 70 Jahren von Italienern und Kaffee Liebhabern auf der ganzen Welt für das zubereiten des Espresso benutzt.

Dieser Tage wurde bekannt gegeben, dass die im italienischen Omegna ansässige Fabrik ihre Tore schliesst und die ehemals mit Made in Italy geprägten Espressokocher nunmehr in Rumänien produziert werden sollen.

Bialetti Espressokocher Made in Romania? 

Neben der ganzen Aufregung um die 180 Arbeitsplätze, die im Piemont verloren gehen, fragt man sich frei nach Jürgen Rüttgers, können die Rumänen denn Espressokocher genauso gut herstellen wie die Italiener?  Spass beiseite. Steht natürlich ausser Frage das die das können mit der Espressokanne. Auch wenn es mit 180 Arbeitsplätzen in der Fabrikation ein kleiner Betrieb gewesen sein mag, die italienische Seele wird bluten angesichts der Verlagerung der Traditionsmarke nach Osteuropa. 

Wir Deutschen stellen zwar keine Espressokocher her, aber wie würde die deutsche Seele empfinden, würden wir das Stammwerk der Mercedes Benz Werke in Sindelfingen nach, sagen wir, Bulgarien verlieren?

Wichtiger und offensichtlicher wird dem Konsumenten der Espressokocher wohl das Aussehen und die Gestalt ins Auge und somit ins Gemüt fallen. Ein Grund wohl dafür, dass die Geschäftsbereiche Forschung und Entwicklung der Espressokocher, also jene mit hoher Wertschöpfung im Lande, am Hauptsitz in Brescia bleiben. Immerhin erlauben die neuen Produktionsmodelle, weiterhin die Herstellung der historischen Espressokanne Moka Express Bialetti

Wer ist also daran Schuld? Vielleicht auch die Italienier selbst? Denn selbst im Mutterland des modernen Kaffee Genusses steigt der immer noch kleine Anteil von 5% an Kapsel- und Portionenkaffee mit einer Espresso Maschine stetig an und ist im Begriff den Espressokocher abzulösen.



Leave a Reply